Schulprogramm

Die GHS Linnich ist eine kleine Hauptschule in ländlichem Umfeld mit langer Tradition im künstlerischen Bereich.

Der Großteil der Schüler ergreift handwerkliche Berufe, einige gehen auf weiterführende Schulen, hier verstärkt zur Handelsschule (10 Typ A) oder zur Höheren Handelsschule ( 10 Typ B ).

Zunehmend haben Schüler Schwierigkeiten im Bereich des Sozial-, Lern- und Arbeitsverhaltens. Deshalb brauchen sie feste Bezugspersonen, klare Regeln und ständige persönliche Ansprache.

Wir versuchen, an unserer Schule die Qualität von Unterricht so zu gestalten, dass ein möglichst optimales Ergebnis für alle Schülerinnen und Schüler erzielt werden kann. Deshalb orientieren wir uns immer wieder an folgenden Grundwerten für unsere Schulgemeinschaft

  • Freundlichkeit/Ehrlichkeit
  • Wir führen eine offene, ehrliche und verlässliche Kommunikation.
  • Konfliktfähigkeit
  • Dies beinhaltet auch positives und negatives Feedback
  • Gerechtigkeit/Fairness, Toleranz
  • Wir respektieren die Unterschiedlichkeit (Individualität) des Einzelnen und streben die Integration von Menschen verschiedener Kulturen an. Dabei beziehen wir eindeutig Position gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus
  • Teamfähigkeit/Kooperationsbereitschaft
  • Wir wollen unsere Schüler zu Kooperationsfähigkeit, Hilfsbereitschaft und der Übernahme sozialer Verantwortung anleiten.

Diese Leitlinien finden Ausdruck in unseren schulinternen Konzepten

Einen äußerst wichtigen Teil der pädagogischen Betreuung stellt die Arbeit der Schulsozialarbeiterin dar.

Zur Erreichung all unserer Ziele ist eine klare Aufgabenzuweisung erforderlich:

Gliederung der Verantwortlichkeitsbereiche

  • Die Schulleitung
  • Die Klassenlehrer / Stufenlehrer
  • Die Fachbereichsvorsitzenden
  • Unterrichtsgestaltung
  • Projektarbeit
  • Eltern- / Schülermitarbeit
  • außerschulische Aktivitäten
  • Beratungskonzept der Gemeinschaftshauptschule Linnich
  • Verkehrserziehung an der GHS Linnich
  • Streitschlichtung an der GHS Linnich
  • Das Busbegleiterkonzept
  • Schulsanitätsdienst an der GHS Linnich
  • Berufswahl / Berufsorientierung

Die Schulleitung

  • stellt die organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreich Erziehungs- und Bildungsarbeit sicher.
  • Sie ist Bindeglied zwischen Lehrern/Eltern und Schülern.
  • Alle zu treffenden Entscheidungen spricht sie mit den gesetzlichen Gremien ab und bereitet die notwendigen Schritte für die Umsetzung vor.

Die Klassenlehrer / Stufenlehrer

  • stellen sicher, dass jeder in der Stufe tätige Lehrer jederzeit über Klassenregeln, Organisationsrahmen und Informationen zu den einzelnen Schülern informiert ist.

Deshalb finden regelmäßig Stufenkonferenzen statt.


Die Fachbereichsvorsitzenden

  • sind für die Information Ihrer Fachkollegen verantwortlich. Dies geschieht in informellen Gesprächen sowie in Fachkonferenzen.
  • Sie betreuen die einzelnen Fachräume- und –sammlungen und tragen Verantwortung dafür, dass diese sich immer auf dem neuesten Stand befinden.
  • Sie verwalten und koordinieren die den Fachbereichen zugewiesenen Finanzmittel.

Unterrichtsgestaltung

Unser Schulprofil weist folgende Schwerpunkte auf:

  • Einrichten, Fördern und Aufrechterhalten eines „familiären“ Umfeldes
  • Vermitteln und Einüben von Arbeitstechniken, die ein selbstständiges, lebenslanges Lernen ermöglichen
  • Förderung der künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten
  • Vorbereitung auf das Berufsleben

Diese Prinzipien finden Einlass in die verschiedenen Bereiche des Schullebens.

Schwerpunkte der Unterrichtsgestaltung sind:

  • durchgängiges Klassen-/Stufenlehrerprinzip
  • Klassenlehrer erteilt möglichst viele Fächer – auch fachfremd –
  • übriger Unterricht wird zum größten Teil vom Stufenlehrer erteilt
  • Lehrer ist gut vorbereitet und gibt klare Anweisungen
  • Ermunterung durch Lob und Anerkennung
  • möglichst wenige Lehrer in einer Stufe
  • viele Übungsphasen
  • Ruhige und konzentrierte Atmosphäre
  • Fordern und fördern
  • Emotionale und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler fördern
  • Selbstständigkeit und Eigeninitiative fördern
  • Transparente Beurteilung
  • Gegenseitiger respektvoller Umgang.

Im Rahmen dieser Vorgaben gelten für die einzelnen Stufen nachstehende Besonderheiten:

1.) Klasse 5 / 6 = Orientierungsstufe

  • Aussetzung der Stundentafel in den ersten 6 Wochen, verstärktes Arbeiten im Hinblick auf Sozialverhalten, Integration heterogener Gruppen aus verschiedenen Grundschulen und Einüben von Arbeitstechniken
  • Verstärkung des Basiswissens durch Erhöhung der Unterrichtsstunden in
  • Deutsch (6), Mathematik(6) und Englisch (5)
  • Reduzierung des Fächerkanons durch projektorientiertes Arbeiten in Erdkunde, Geschichte/Politik und Biologie
  • (Physik und Chemie werden nicht erteilt)
  • sinn- und maßvolle Stoffreduzierung (Minimalpläne)
  • Zusammenarbeit mit den abgebenden Schulen, dem Jugendamt und dem schulpsychologischen Dienst zur frühzeitigen Erfassung und Behebung von Lern- und Sozialdefiziten
  • differenzierter Förderunterricht zur Behebung von Lerndefiziten
  • Hausaufgabenbetreuung, sofern erwünscht und finanziell und personell durchführbar
  • Sozialpädagogische Begleitung
  • Etablierung eines Klassenrates

2.) Klasse 7 / 8 = Qualifikationsstufe

  • behutsame Erweiterung des Klassen-/Stufenlehrersystems (notwendig durch E-/G-Kurse in Mathematik und Englisch)
  • Einführung von Physik/Chemie, WPU und ITG
  • Physik-/Chemieunterricht im halbjährlichen Wechsel
  • ITG für alle Schüler
  • Öffnung von Schule im WPU-Bereich durch Co-Lehrer, d.h. außerschulische Kräfte zur Unterstützung des Fachlehrers
  • Erweiterung des Angebotes im künstlerisch/technischen Bereich
  • Einführung des Berufswahlpasses und fächerübergreifendes Arbeiten damit.
  • Erste Betriebserkundungen
  • Schnuppertage in Betrieben
  • verstärkte Beobachtung und Kooperation der Teamkollegen bzgl. des Erwerbs von Qualifikationen im Hinblick auf die Oberstufe
  • Beginn der Berufsberatung, besonders im Hinblick auf Schüler, die voraussichtlich den Abschluss der Hauptschule nicht erreichen; hierbei enge Zusammenarbeit mit den Beratungslehrern

3.) Klasse 9 / 10 = Berufswahlstufe

  • Verstärkung von Mathematik, Englisch, Arbeitslehre, Physik/Chemie
  • berufsvorbereitende Projekte wie
    • Besuch des BIZ
    • Beratung durch das Arbeitsamt (klassenweise/einzeln)
    • Berufsvorbereitungsseminare (schulintern durch verschiedene Institutionen, extern im BVS kirchlicher Träger)
    • Praktika in Klasse 9 und 10
    • Betriebserkundungen
    • Besuch von Berufs-Info-Märkten
    • Erprobung von Einstellungsverfahren (Tests, Rollenspiele)
  • Einrichtung einer virtuellen Firma
  • (fächerübergreifend ITG, Mathe, Deutsch, Technik) zur Simulation von Abläufen in der Arbeitswelt.

In Zukunft wird eine Zusammenarbeit mit SIG Combibloc, den örtlichen Handwerksbetrieben und dem Berufskolleg angestrebt mit dem Ziel, noch intensiver die reale Arbeitswelt kennen zu lernen und dadurch eine verstärkte Motivation für die Erreichung eines Abschlusses zu bewirken.

Über alle Stufen hinweg erfolgt in der GHS Linnich eine verstärkte Ausbildung im künstlerisch/technischen Bereich. Die Schüler lernen früh und kontinuierlich (möglichst ohne Lehrerwechsel) Werkstücke herzustellen. Es erfolgt eine stufenweise Hinführung zur eigenverantwortlichen Planung und Herstellung von Werkstücken. Hier erfahren vor allem Schüler mit Schwächen im kognitiven Bereich Bestätigung und Stärkung ihres Selbstwertgefühls.

Durch die regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben haben die Schüler Gelegenheit, ihre Stärken auch nach außen zu demonstrieren.

Eine Verbindung nach außen und innen stellt vor allem unsere Schülerzeitung dar. SchülerInnen sollen als Redakteure des „Pfifferling“ besondere Medienkompetenz im Bereich –Presse- erlangen und nach außen und innen über schulspezifische Themen berichten.

Mit der Einführung eines Rahmenplanes AW und dem Berufswahlpass sollen die Schüler frühzeitig auf die Berufswahl vorbereitet und über mehrere Schuljahre hinweg begleitet werden.


Projektarbeit

Die Projektarbeit ist fester Bestandteil des Schulprogramms. Sie wird jedoch so verstanden, dass Projekte sich aus dem Unterricht ergeben müssen und nicht „künstlich“ ins Leben gerufen werden.

Unterstützend wirken bei der Projektarbeit der HS Linnich das Klassen-/Stufenlehrerprinzip und die damit verbundenen Möglichkeiten der flexiblen Handhabung des Stundenplans, begünstigt durch die räumliche Nähe der Fachräume.

Ziele des Projektunterrichts sind:

  • Förderung der individuellen Lernkompetenz der Schüler
  • Förderung der Sozialkompetenz durch gemeinsames Arbeiten
  • Stärkung der Eigenverantwortung der Schüler
  • Schaffung differenzierter Leistungsanforderungen bei flexiblen Arbeitsformen
  • Erziehung zur Mündigkeit, Kritikfähigkeit und persönlichen Standortfindung als Bürger in der modernen Mediengesellschaft
  • Vorstellung und Würdigung der Arbeitsergebnisse innerhalb der Schule, des Elternhauses und der Öffentlichkeit

Beispiele für regelmäßige Projektarbeit an der GHS Linnich sind:

  • Hörspiele, Theaterstücke, Musikarrangements zur Ausschmückung von Schulfesten
  • Gottesdienstgestaltung
  • Teilnahme an Wettbewerben
  • Vorbereitung von Theater- /Konzertbesuchen
  • Zusammenarbeit mit Museen, hier: Glasmalereimuseum Linnich
  • Zusammenarbeit mit Künstlern
  • Betreuung des Biotops
  • Umweltdienst
  • Karnevalssitzung
  • Gestaltung und Betreuung des Intranets der Schule

Eltern- / Schülermitarbeit

Möglichkeiten der Schulmitwirkung ergeben sich (neben den gesetzlich vorgesehenen Mitwirkungsgremien) durch:

  • regelmäßige Gespräche mit dem Klassenlehrer zur Schaffung eines Grundkonsens mit gemeinsamen pädagogischen Zielvorstellungen
  • Abbau von „Schwellenängsten“ durch gemeinsame Aktionen wie Spielnachmittage, Eltern-/Lehrerstammtisch
  • gemeinsame Planung und Durchführung von Schulfesten
  • Mitarbeit von Eltern bei Projekten
  • Einbeziehung der Eltern bei Ausstellungen

außerschulische Aktivitäten

sind an der Schule beispielhaft:

  • Schul- und Sportfeste als fester Bestandteil des Schuljahres
  • Teilnahme und Ausrichtung von schul(form)übergreifenden Sportturnieren
  • Theater-/Musicalbesuche
  • sponsored activities
  • Wandertage, Klassenfahrten
  • Internet-Café
  • Teilnahme an örtlichen Veranstaltungen wie Andreasmarkt, Stadtfesten, Schießwettbewerben anlässlich des Schützenfestes
  • Kooperation mit örtlichen Vereinen wie Feuerwehr, Schützen, Museen, Sportvereinen, Musikgruppen, Werbegemeinschaft
  • Sozialwerk Dürener Christen (z.B. Betreuung „schulmüder Schüler“ )
  • Polizei (regelmäßige Treffs mit dem zuständigen Bezirksbeamten )
  • Museen ( Besichtigungen, Workshops )
  • Sportvereine (Tag des Sports an der Schule )
  • Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft (Teilnahme an Stadtfesten und gem. Aktionen wie Schaufensterdekorationen )
  • Stufenübergreifende und –unabhängige Konzepte

Beratungskonzept der GHS Linnich

Beratung ist ein Bestandteil der lehrenden und erzieherischen Arbeit.
Beratungsanlässe treten im Schulalltag häufig auf, der Bedarf stellt sich in jeder Schule anders dar.
Die Schulform, Besonderheiten in der Schülerschaft, des Lehrerkollegiums, des Einzugsbereichs der Schule und auch die Ziele und Inhalte des Schulprogramms erzeugen unterschiedliche Beratungsnotwendigkeiten und erfordern vielfältige Beratungsformen.

Grundsätzlich nehmen alle Lehrer und Lehrerinnen die an sie von Schülern und Eltern herangetragenen Beratungsaufgaben wahr. Insbesondere die KlassenlehrerInnen sind ein erster Ansprechpartner für die meisten Anfragen.
Das Beratungskonzept soll ergänzen, welche Ansprechpartner (Beratungslehrer) für spezielle Beratungsfelder professionalisiert sind.

Beratungsgrundsätze und Beratungsziele

  • Die Beratung durch die Beratungslehrer ist grundsätzlich freiwillig.
  • Die Beratung richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigte und interessierte Kollegen.
  • Der Ratsuchende kann wie auch der Beratende die Beratung jederzeit abbrechen.
  • Die Beratung soll Hilfe zur Selbsthilfe bieten, indem die Selbstreflexionsfähigkeit und Problemlösungskompetenz gestärkt wird.
  • Die Beratung soll das gesamt soziale Umfeld des Ratsuchenden in den Beratungsprozess einbeziehen, mit dem Ziel, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Beratungsinhalte

  • Schullaufbahnberatung:
  • schulische Beratung (Aufnahmegespräche, Beratung über Schulabschlüsse, Informationen über die Schullaufbahn, etc.)
  • berufsorientierte Beratung (Vermittlung in Arbeit, Ausbildung, berufsvorbereitende Maßnahmen, schulische Weiterbildung, etc.)
  • Praktikumsakquise
  • Konfliktberatung

Eine erste Beratung setzt ein bei Konflikten zwischen

  • Schüler – Schüler -> Streitschlichtung
  • Schüler – Lehrer -> Verbindungslehrer
  • Lehrer – Schüler -> Schulsozialarbeit
  • Lehrer – Lehrer -> Schulleitung

Ergibt sich weiterer Beratungsbedarf können der Beratungslehrer, die Sozialpädagogin oder ggf. das Schulamt sowie weitere Stellen der außerschulischen Beratung hinzugezogen werden.

Weitere Beratungsgegenstände sind:

  • Sucht- und Drogenberatung
  • Allgemeine Beratung in familiären Krisensituationen
  • Kollegiale ( Fall-) Beratung
  • Rechtsberatung ( ASchO, ADO, VO-SF, etc.)
  • Vernetzung in schulische und außerschulische Beratungsstelle (Jugendamt, Psychologen, Erziehungsberatung, etc.)

Ansprechpartner an der GHS Linnich

Die jeweiligen Ansprechpartner werden in Zusammenarbeit von Schulleitung und Lehrerkonferenz bestimmt.

Die Schwerpunkte in den einzelnen Beratungsbereichen sind:

Bereich I (Berufswahlkonzept )

  • Einführung und Begleitung des Konzeptes zum Berufswahlpass
  • Koordinierung der dazu notwendigen Fachinhalte in den Fachgebieten Arbeitslehre, Gesellschaftslehre mit den betreffenden Fachkonferenzen
  • Koordinierung von Projekten mit außerschulischen Institutionen im Zusammenhang mit dem Berufswahlpass

Bereich II: (Schullaufbahn- / Kollegenberatung)

  • Aufnahmegespräche, Beratung über Schulabschlüsse, Informationen über Schullaufbahn etc.
  • kollegiale Fallberatung
  • Rechtsberatung (Schulgesetz, ADO, VO-SF, etc. )

Bereich III: (Schulsozialarbeit )

  • Zukunftsplanungsgespräche
  • berufsorientierte Beratung (Vermittlung in Arbeit, berufsvorbereitende Maßnahmen, schulische Weiterbildungsmöglichkeiten etc.)
  • allgemeine Beratung in familiären Krisensituationen
  • Praktikumsaquise in Absprache mit den Klassenlehrern.
  • Sucht- und Drogenberatung
  • kollegiale Fallberatung
  • Vernetzung in schulische und außerschulische Beratungsstellen (Berufsberatung, Jugendamt, Psychologen, Erziehungsberatung, etc.)

Beratungszeiten

Für die Beratungstätigkeiten steht ein für diese Zwecke genutzter und eingerichteter Raum zur Verfügung.

Die Beratungslehrer bieten individuell feste Beratungszeiten während und außerhalb der Unterrichtsstunden an und stehen auch für Gespräche nach Vereinbarung zur Verfügung.

Beratung sollte in der Regel außerhalb der Unterrichtszeiten stattfinden.

Findet die Beratung während der Unterrichtszeit statt, melden sich die Schüler beim Fachlehrer ab und erhalten vom Beratungslehrer eine Bescheinigung mit genauer Angabe des Beratungszeitraumes.

Die Fachlehrer werden gebeten, den Besuch der Beratung zu ermöglichen.


Verkehrserziehung an der GHS Linnich

Die GHS Linnich fördert eine nachhaltige Verkehrserziehung.

Die Verkehrserziehung wird verstanden als:

  • Beitrag zur Sicherheitserziehung
  • Beitrag zur Sozialerziehung
  • Beitrag zur Umwelterziehung
  • Beitrag zur Gesundheitserziehung

Themen aus den Bereichen werden –so weit möglich und sinnvoll – in allen Unterrichtsfächern thematisiert.

(Dazu wird in jedem Halbjahr eine Woche mit Unterrichtseinheiten aus den genannten Bereichen schwerpunktmäßig unterrichtet. )

die Angebote von außerschulischen Einrichtungen (Polizei, Verkehrswacht, Rettungsdienste etc.) werden weitmöglichst in Anspruch genommen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Rahmen des WPU-Unterrichtes die Gelegenheit, die Mofa-Prüfung abzulegen.


Streitschlichtung

An der GHS Linnich wird ein Konzept zur Streitschlichtung entwickelt und gefördert.

Ziel der Maßnahme ist, die Schüler zu befähigen, Streitereien untereinander selbstständig mit Hilfe eines Vermittlers (Streitschlichters) so zu lösen, dass beide Parteien sich nachher noch in die Augen schauen können, ohne später wieder Streit zu beginnen.

Dazu werden in der 1.Phase die zukünftigen Streitschlichter aus den 9.Klassen ein Schuljahr lang ausgebildet.
Während dann ein Durchgang ein Schuljahr lang als Streitschlichter arbeitet, wird ein neuer Durchgang aus dem 9.Schuljahr ausgebildet.

Im Rahmen dieses Projektes erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Schulen, die ebenfalls dieses Konzept durchführen, um mögliche Schwächen sofort zu beheben.
Außerdem wird das Projekt durch die Sozialpädagogin der GHS begleitet.


Das Busbegleiterkonzept

An der GHS Linnich wird das Konzept –Busbegleiter- eingeführt und umgesetzt.
Ziel des Konzeptes ist es, dass Schüler in den Schulbussen als ausgebildete Begleiter mitfahren und ein Ansprechpartner für die mitfahrenden SchülerInnen sind.
Damit soll verhindert werden, dass sowohl Schüler wie auch Busse zu Schaden kommen.

In einer ersten Phase werden freiwillige SchülerInnen der 9. Schuljahre durch Angestellte der KVB und in Zusammenarbeit mit der Polizei ausgebildet.

Ziel der Ausbildung ist es, die Schüler zu befähigen, ruhig auf andere einzugehen, zu vermitteln und Eskalation zu verhindern.

Nach der Ausbildung erhalten die SchülerInnen einen entsprechenden Ausweis der KVB, und versehen während des 10. Schuljahres ihren Dienst.
In diesem Jahr werden dann die neuen Busbegleiter ausgebildet.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Realschule der Stadt Linnich durchgeführt.


Schulsanitätsdienst an der GHS Linnich

Der Schulsanitätsdienst:

  • sorgt für die Versorgung von Verletzten während der Unterrichtszeit, bei Sportveranstaltungen und auf Klassenfahrten.
  • führt Sofortmaßnahmen am Unfallort durch und sorgt ggf. für das Absetzen eines Notrufes.
  • kümmert sich um Wartung, Überprüfung und Ergänzung von Erste-Hilfe-Material in Verbandskästen und Sanitätstaschen.

Durchführung:

Interessierte SchülerInnen des 8.Schuljahres lassen sich freiwillig zu Ersthelfern ausbilden und übernehmen in Gruppen während der Pause, während der Unterrichtszeit und bei sonstigen Schulveranstaltungen den Sanitätsdienst. Während ihrer Arbeit sind sie für alle Schüler deutlich erkennbar gekennzeichnet.
Die Aus- und Weiterbildung des Personals wird in enger Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und dem Malteser-Hilfsdienst durchgeführt.


Berufswahl / Berufsorientierung

Analog zum Fach Wirtschaftslehre soll der Berufswahlpass an der GHS Linnich ab dem 7. Schuljahr eingeführt werden.
Das nachfolgende Konzept für die Stoffverteilung im Fach Wirtschaftslehre – orientiert sich an den Rahmenrichtlinien für dieses Fach. Verbunden damit ist eine Übersicht für den möglichen Einsatz des Berufswahlpass enthalten

a.) Klasse 7:

Wirtschaftslehre:

  • Bedürfnisse und deren Befriedigung
  • Berufe:
  • Selbstversorgungswirtschaft in der Urzeit
  • Ausbildung der Grundberufe in der Urzeit
  • Berufsspaltung im Mittelalter
  • Berufsbildung im Mittelalter
  • Geld und Geldgeschäfte

Berufswahlpass:

  • Einführung des Berufswahlpass:
  • Ausfüllen des persönlichen Deckblatts
  • Unterschrift Klassenlehrer/in und Direktor/in
  • Photo einkleben
  • Konzept erläutern
  • „Innenleben“ sortieren
  • „Mein persönliches Profil“ erarbeiten:
  • Selbsteinschätzung (nach Vorbereitung)
  • Fremdeinschätzung (Eltern)
  • Fremdeinschätzung (Mitschüler im Spiel)
  • Betriebsbesichtigungen
  • Schnuppertag
  • Girl’s bzw. Boy’s Day

b.) Klasse 8:

Wirtschaftslehre:

  • Produktionsteilung und Arbeitszerlegung
  • Berufsbildung und Arbeitsteilung
  • Innerbetriebliche und überbetriebliche Arbeitsteilung
  • Markt und Marktgeschehen
  • Technischer Fortschritt und Berufswandel
  • Berufswahl und Berufswegplanung

Berufswahlpass:

  • „Mein persönliches Profil“ vertiefen
  • Neues Photo einkleben
  • Erneute Selbsteinschätzung
  • Erneute Fremdeinschätzung (Eltern)
  • Erneute Fremdeinschätzung (Mitschüler)
  • Stoffverteilungspläne Wirtschaftslehre besprechen und im Pass dokumentieren (für Schüler, Eltern und berufsbezogene Dokumentation)
  • Betriebserkundungen mit dem Pass vorbereiten und dokumentieren
  • Ebenso Veranstaltungen wie Berufsinfomarkt, Infoveranstaltungen Berufskolleg und Betriebe, Elternbefragungen , Girls’s und Boy’s Day und Schnupperpraktika.
  • Berufsfelder erarbeiten und dokumentieren
  • Projekt: Planen, herstellen und vermarkten eines Produktes in Kooperation mit einem Wirtschaftsbetrieb.
  • Dokumentation der Projektarbeit im Berufswahlpass
  • Vorbereitung von Bewerbungen durch:
    • Rollenspiele
    • Training des Führens von Telefongesprächen
    • Training des Führens von persönlichen Gesprächen
    • Auftreten und Körpersprache

c.) Klasse 9:

Wirtschaftslehre:

  • Regionaler Wirtschaftsraum – Infrastruktur und Bevölkerung
  • Ausbildung und Beruf Ausbildung im Wandel
  • Arbeit und Betrieb – Arbeit und Entlohnung

Berufswahlpass:

  • Analyse Arbeitsmarkt/Stellenanzeigen
  • Bewerbungsgespräche trainieren
  • Verhaltensregeln in Betrieben vorbereiten
  • Bewerbungsmappe vorbereiten (Lebenslauf, Anschreiben)
  • Betriebspraktikum(Orientierung) vorbereiten
  • Betriebspraktikum dokumentieren
  • Projektwoche Berufs- und Lebensplanung
  • Infoveranstaltung mit Eltern, Berufsberatern und Berufskollegs
  • Durchführung Kompetenzcheck, ggf. dokumentieren
  • Betriebserkundungen mit dem Pass vorbereiten und dokumentieren
  • Ebenso Veranstaltungen wie Berufsinfomarkt, Infoveranstaltungen Berufskolleg und Betriebe, Elternbefragungen , Girls’s und Boy’s Day und Schnupperpraktika.
  • Besuch des BIZ in Düren mit Beratung
  • Berufsfelder erarbeiten und dokumentieren
  • „Mein persönliches Profil“ vertiefen
  • Neues Photo einkleben
  • Erneute Selbsteinschätzung
  • Erneute Fremdeinschätzung (Eltern)
  • Erneute Fremdeinschätzung (Mitschüler)
  • persönliche Stärken bestimmen und Ziele klären
  • Lernvereinbarungen formulieren
  • Die persönliche Lernarbeit planen
  • Persönliches Profil und Anforderungen der Berufswelt überprüfen
  • Persönlichen Beratungs- und Entwicklungsplan entwickeln
  • Meilensteine für die persönliche Entwicklung planen, umsetzen und auswerten
  • Die Aktivitätenübersicht im Berufswahlpass pflegen und überprüfen

d.) Klasse 10:

Wirtschaftslehre:

  • Einkommen und soziale Sicherung – Steuerpolitik und Sozialversicherung
  • Ökonomie und Ökologie
  • Vergleich verschiedener Wirtschaftsordnungen

Berufswahlpass:

  • Analyse Arbeitsmarkt/Stellenanzeigen
  • Bewerbungsgespräche trainieren
  • Bewerbungsmappe überarbeiten (Lebenslauf, Anschreiben)
  • Betriebspraktikum(Erprobung) vorbereiten
  • Betriebspraktikum dokumentieren
  • Projektwoche Berufs- und Lebensplanung
  • Infoveranstaltung mit Eltern, Berufsberatern und Berufskollegs
  • Betriebserkundungen mit dem Pass vorbereiten und dokumentieren
  • Ebenso Veranstaltungen wie Berufsinfomarkt, Infoveranstaltungen Berufskolleg und Betriebe, Elternbefragungen , Girls’s und Boy’s Day und Schnupperpraktika.
  • Berufsfelder erarbeiten und dokumentieren
  • Projekt „Wandel der Arbeitswelt durch den Einsatz von Computern“
  • Beratung über mögliche Abschlüsse (mit Eltern)
  • Vorbereitungen auf Eignungstests
  • „Mein persönliches Profil“ vertiefen
  • Neues Photo einkleben
  • Erneute Selbsteinschätzung
  • Erneute Fremdeinschätzung (Eltern)
  • Erneute Fremdeinschätzung (Mitschüler)
  • persönliche Stärken bestimmen und Ziele klären
  • Lernvereinbarungen formulieren
  • Die persönliche Lernarbeit planen
  • Persönliches Profil und Anforderungen der Berufswelt überprüfen
  • Persönlichen Beratungs- und Entwicklungsplan aufstellen.
  • Meilensteine für die persönliche Entwicklung planen, umsetzen und auswerten
  • Die Aktivitätenübersicht im Berufswahlpass pflegen und überprüfen

Möglichkeiten zum fachübergreifenden Einsatz des Brufswahlpasses

  • Selbst- und Fremdeinschätzung
    können jährlich wiederkehrend im Deutschunterricht durchgeführt werden. Für die Fremdeinschätzung durch Klassenkameraden empfiehlt sich das Spiel „Warmer Regen“. Die kritische Überprüfung der Ergebnisse durch die Schüler selbst sollte erst in Klasse 9/10 erfolgen.
  • Übungen zum Sozialverhalten und das Erkennen und Befolgen von Regeln
    sollten vor allem im Sportunterricht eingeübt werden. Hier können auch Spiele zur Optimierung des Sozialverhaltens und der Körpersprache durchgeführt werden.
  • Bewerbungstraining, Verhaltensregeln beim Telefonieren und bei Gesprächen
    können im Deutschunterricht besprochen und geübt werden.
  • Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Praktikumsbericht
    können im Deutschunterricht oder in ITG unterrichtet werden.
  • Das Wissen um potentielle Arbeitgeber
    kann in GP oder in Erdkunde begleitet und vertieft werden.
  • Verhalten und Kleidung im Betrieb
    kann in Hauswirtschaft oder Ethik thematisiert werden.
  • Regeln zum rationalen Wirtschaften und Einteilen der eigenen Ressourcen
    können in Wirtschaftslehre geübt und vertieft werden.
  • Konstruktives Denken und Handeln
    können optimal in Gruppenarbeit bei den Fächern Kunst , Technik oder ITG geübt und vertieft werden.
  • Vorbereitung auf Einstellungstests
    werden vor allem in den Hauptfächern (in Anlehnung an vorhandene reale Tests aus der Arbeitswelt) in den Klassen 8-10, verstärkt jedoch in der Klasse 10 trainiert.